Neues vom Historischen Museum Saar - Gemäldezyklus des Alt-Saarbrücker Rathauses zurück am Schlossplatz

 

Ankauf ermöglicht dem Historischen Museum Saar
eine kritische Auseinandersetzung

 

Das Historische Museum Saar zeigt in seiner kommenden Sonderausstellung „Monumente des Krieges“ (ab 27. Februar 2021) die Gemälde des Saarbrücker Rathauszyklus‘ aus dem Jahr 1880, die lange Zeit als verschollen galten. Erstmals nach 76 Jahren sind diese nun wieder öffentlich zugänglich. Das Museum konnte den Zyklus nun für seine Sammlung erwerben. Dazu Museumsdirektor Simon Matzerath: „Es handelt sich um den größten Ankauf in der Geschichte des 1985 gegründeten Museums.“
Entstanden ist der Gemäldezyklus auf Initiative des preußischen Kultusministers zur Erinnerung an den Beginn des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und die darauffolgende Reichseinigung. Für die Ausgestaltung der Gemälde und des für die Präsentation angefertigten Anbaus an das Alt-Saarbrücker Rathaus wurde Anton von Werner beauftragt, einer der bedeutendsten deutschen Historienmaler seiner Zeit. Die monumentalen Gemälde zeigen den Sturm auf den Spicherer Berg, die Ankunft des preußischen Königs in Saarbrücken und Victoria als Allegorie des Sieges über Frankreich sowie der damit verbundenen Reichseinigung. Großformatige Porträts der wichtigsten Protagonisten König Wilhelm, Bismarck, Moltke und des Kronprinzen Friedrich gehörten ebenfalls zum Bildprogramm.

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Mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, des Fördervereins für das Historische Museum Saar, der Willy-Walch-Stiftung und der Saarland Sporttoto GmbH konnte das Museum den kompletten Zyklus ankaufen. Fünf der sieben monumentalen Gemälde wurden auf Initiative und mit hohem persönlichem Einsatz von Klaus Gersonde und Paul Strieder 1998-2001 von zwei in Thüringen tätigen, russischen Restauratoren (Vladimir Nikolajew und Valentin Andrejew) fachgerecht restauriert.
Das Historische Museum Saar hilft dabei, die Werke einzuordnen und wird sich in der Sonderausstellung kritisch mit ihrer Bildsprache und der nationalen Botschaft Träger: Sponsoren: auseinandersetzen.
Zudem werden die Gemälde fotografisch dokumentiert und in Zukunft über die digiCULT-Plattform online zur Verfügung gestellt.

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Ministerin Streichert-Clivot: „Der Blick in die Vergangenheit sagt uns etwas über unsere Herkunft und die Entwicklung unserer Gesellschaft. Die Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit versetzt uns erst in die Lage, darüber nachzudenken, wie unsere gemeinsame Zukunft aussehen soll, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen. Deshalb freue ich mich sehr darüber, dass die Gemälde wieder gezeigt werden und als Zeugnisse nationaler Propaganda des deutschen Kaiserreiches zum kritischen Hinterfragen einladen.“

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Weitere Informationen bei:
Reiner Jung, Tel. 0681-506 4502, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.historisches-museum.org

Neues aus der Genealogie - Genealogica 2021

 

aus: https://genealogica.online/

 

Die Genealogica 2021 ist ein virtuelles Festival rund um die Ahnenforschung. Sie bietet 7 Tage lang eine Plattform zum Mitmachen, auf der Hobby-Familienforscher und Familienforscherinnen, genealogische Vereine, öffentliche und private Institutionen, genealogische Dienstleister aller Art sowie Anbieter mit genealogischem und historischem Bezug virtuell zusammenkommen können. Die Corona-bedingten Einschränkungen im Hinblick auf persönliche Treffen und genealogische Veranstaltungen vor Ort haben die Idee zu einem virtuellen Raum in uns reifen lassen. So können wir weiter im Austausch bleiben und uns über die vielfältigen Angebote und Entwicklungen rund um unser faszinierendes Hobby informieren.
Das Veranstaltungsgelände ist vom 12. bis 19. Februar 2021 für 7 Tage lang zugänglich. Die „belebtesten“ Tage werden das Wochenende vom 12. bis 14. Februar sein, und das Vortragsprogramm gibt es vor allem am Samstag, 13. Februar, und Sonntag, 14. Februar. Was Sie auf der Genealogica erwartet Vorträge: In zahlreichen Live-Vorträgen präsentieren Expertinnen und Experten aus der Branche innovative Produkte, hilfreiche Use-Cases und wertvolles Wissen. Sie nehmen bequem von überall aus teil. Infostände: An den virtuellen Messeständen besteht die Möglichkeit, Videos anzuschauen, Broschüren und Infos herunterzuladen oder sogar Vereinsmitglied zu werden.
Austausch: An den zahlreichen Messeständen können Sie mit den Ansprechpartnerinnen und -partnern der Aussteller ins persönliche Gespräch zu kommen. Und tauschen Sie sich mit anderen Genealogie-Interessierten an virtuellen Treffpunkten aus.
Unsere Mission:
Mit dieser Veranstaltung wollen wir einen nachhaltigen Beitrag für eine vielseitige, lebendige & innovative Ahnenforscher-"Szene" im deutschsprachigen Raum leisten.

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Machen Sie mit:
Die Genealogica ist ein Festival zum Mitmachen. Nutzen Sie alle Angebote und tauschen Sie sich im ungezwungenen Rahmen aus. Oder präsentieren Sie selbst Ihr Wissen und Ihre Angebote! Lernen Sie Neues kennen!
Entdecken Sie Wissenswertes rund um die Ahnenforschung, lernen Sie andere Familienforscher kennen und holen Sie sich Impulse zu Ihren Forschungsgebieten.
Wir sind die Veranstalter:
Anja Kirsten Klein, 1973 in Berlin geboren, ist Computerlinguistin und Ahnenforscherin aus Leidenschaft. Seit 20 Jahren erforscht sie mit Begeisterung ihre Vorfahren und entfernten Verwandten in aller Welt und bloggt seit 2015 darüber auf ihrem Blog "Welt der Vorfahren". Mit ihren digitalen Angeboten verbindet sie zwei Welten: Vergangenheit und Gegenwart. Alles mit dem Ziel, die technischen Möglichkeiten von Heute zu nutzen, um Historisches greifbar zu machen.
Barbara Schmidt, geboren 1973 in Lübeck, ist seit 25 Jahren Ahnenforscherin mit Leib und Seele. Beruflich als Kommunikationsspezialistin mit Schwerpunkt „Social Media“ vorbelastet, hat sie schon sehr früh angefangen, diese Kanäle für ihre eigene Ahnenforschung zu nutzen, sowie diese Medien auch anderen zugänglich zu machen und teilt ihre Erfahrungen auf ihrem Blog "Die Welten verbinden".