Neuveröffentlichungen - „Der Einfluss der Liturgie auf den evangelischen Kirchenbau am Beispiel der Grafschaft Nassau-Saarbrücken“

 

Mit dem amtlichen Vollzug der Reformation zum Neujahrstag 1575 wurden sämtliche Gemeinden und die gesamte Bevölkerung Nassau-Saarbrückens gleichsam über Nacht evangelisch. Nach Einführung der neuen Lehre verloren nicht nur die bisherigen Kirchenstrukturen und Zuständigkeiten ihre Verbindlichkeit, auch die Kirchennutzung änderte sich grundlegend. Überkommene Bräuche wurden nun infrage gestellt, die liturgischen Elemente an die neuen Bedürfnisse angepasst.
Welche Folgen die Reformation für die konkrete Kirchenpraxis in den einzelnen Dörfern und Städten hatte, darüber geben etwa 80 Kirchengebäude der Saargegend Auskunft, die in der Frühen Neuzeit errichtet oder umgebaut wurden und teils bis heute erhalten sind. Sie zeigen den langen Prozess der allmählichen Emanzipation von den mittelalterlichen Konventionen und die Herausbildung einer eigenen evangelischen Identität. Ausstattung, Raumkonzept und Ornamentik geben einen Eindruck von den jeweiligen liturgischen Besonderheiten, aber auch von den politischen und sozialen Umständen.

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Die Betrachtung zeichnet nach, wie die Reformation als geistige Bewegung auf die konkreten Verhältnisse der Grafschaft Nassau-Saarbrücken wirkte und wie sich dabei eine ganz spezifische evangelische Kirchenarchitektur entwickeln konnte. Die kleine Pfarrkirche steht dabei gleichberechtigt neben der großen Saarbrücker Ludwigskirche: beide geben in ihrer Gestalt ein Bild davon, wie sich die evangelische Gemeinde ihrer Zeit versammelte, um Gottesdienst zu feiern. Neben Baubeschreibungen und Planzeichnungen liefert die Arbeit auch eine theologische Interpretation der einzelnen Bau- und Ausstattungselemente auf der Grundlage der reformatorischen Schriften und der nassauischen Kirchenordnung.
Heiko Forstmann, Der Einfluss der Liturgie auf den evangelischen Kirchenbau am Beispiel der Grafschaft Nassau-Saarbrücken (= Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte Bd. 54), Saarbrücken 2020.
ISBN:978-3-939150-15-2 ISSN: 0454-2533
348 Seiten mit DIN A2-Einlegekarte, zahllose Pläne, Karten, SW- und Farbaufnahmen, 29,00 €
Zu beziehen sind die Bücher über die Kommission für Saarländische Landesgeschichte e.V.,
Dudweilerstr. 1, 66133 Saarbrücken.
Prof. Dr. Joachim Conrad, Pfarrer, Sprenger Straße 28 66346 Püttlingen Tel. 06806-8502790
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Homepage: https://www.joachim-conrad.de/ Projekt "Saarländische Biografien": http://www.saarland-biografien.de

 

Neuveröffentlichungen - „Verwirrende Wege“ Ottweiler 1918/19 – 1956

Verlängerung der Subskription bis Ende Januar 2021 für das neue Buch zur Ottweiler Lokalgeschichte

 

Holger Schäfer, Bürgermeister der Stadt Ottweiler, regte an, wegen der kurzfristigen Ankündigung und der
bevorstehenden Weihnachtstage die Frist zur Subskription bis Ende Januar 2021 zu verlängern. Deshalb
verweisen wir heute erneut auf diese Publikation unter Verwendung eines Auszuges aus dem Grußwort
Holger Schäfers zu dieser Publikation.

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Es kann beim Verfasser Hans-Joachim Hoffmann verbindlich vorbestellt werden:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Grußwort Holger Schäfer, Bürgermeister der Stadt Ottweiler (gekürzt, die Red.)

Die Entscheidungen des Ottweiler Stadtrates vom 31.1.2013, die 1933 verliehenen Ehrenbürgerrechte
Ottweilers an Reichspräsident Paul von Hindenburg, Reichskanzler Adolf Hitler, den Preußischen
Ministerpräsidenten Hermann Göring sowie Alois Spaniol, den Preußischen Staatsrat und Landesführer der
NSDAP im Saargebiet, symbolisch abzuerkennen und für die verfolgten Ottweiler BürgerInnen jüdischen
Glaubens und die politisch Verfolgten sowie die Euthanasie-Opfer Stolpersteine zu verlegen, führte dazu,
dass Hans-Joachim Hoffmann biographische Skizzen der Personen erstellte, die Verfolgung durch den
Nationalsozialismus erfuhren. Die damit verbundenen Recherchen offenbarten, dass die politische
Geschichte Ottweilers in dem Zeitraum 1918/19–1956 bisher nur bedingt das Interesse der Ottweiler
Heimatforscher gefunden hatte. [...]
Der Verfasser legte Wert auf die Einbettung der lokalen Ereignisse in die regionale und nationale
Entwicklung; [...]. Zu diesem Zweck bezog Hans-Joachim Hoffmann umfangreich Forschungsliteratur in
seine Ausführungen ein, um ein möglichst objektives Bild lokalhistorischer Vorgänge vor dem Hintergrund
überregionaler Entwicklungen zu geben.
Mein Dank gilt neben dem Verfasser allen Institutionen und Personen, die Unterstützung leisteten. [...] Das vorliegende Werk füllt zweifellos eine Lücke in der lokalhistorischen Literatur, ohne jedoch den Anspruch zu erheben, eine vollständige Geschichte Ottweilers im Zeitraum 1918/19–1956 zu bieten. Fragen und Lücken bleiben. Um diese zu beantworten, würde ich mich als Bürgermeister der Stadt Ottweiler freuen, wenn dieses Buch viele Leser fände, die durch ihr Wissen dazu beitragen mögen, die offenen Fragen zu klären und die inhaltlichen Lücken zu füllen.
Gez. Holger Schäfer
Bürgermeister der Stadt Ottweiler