Dr. Takuma Melber von der Universität Heidelberg sucht für ein Projekt Unterlagen/Daten von deutschen Soldaten, die auf Grund des 1. Weltgrieges in japanischer Gefangenschaft waren.
Siehe Link: https://www.allgemeine-zeitung.de/politik/rheinland-pfalz/tsingtau-1914-historiker-sucht-zeugnisse- von-zeitzeugen_19141017#

Im November jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs (1914-1918) zum 100. Mal. Dass die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, wie Historiker den ersten globalen Krieg in der Geschichte nannten, von der MitteEuropas ihren Ausgang nahm, gehört zum Allgemeinwissen. Dass deutsche Soldaten aber nicht nur im Westen und Osten Europas, sondern auch in Asien für Kaiser und Vaterland kämpften, dürfte weniger bekannt sein: Am 07. November 1914 fiel nach wochenlanger Belagerung durch britische und japanische Truppen der deutsche Stützpunkt Tsingtau (auch: Qingdao), Hauptstadt des seit 1898 in deutscher Hand befindlichen chinesischen Pachtgebiets Kiautschou. Rund 4500 deutsche Soldaten gerieten in japanische Kriegsgefangenschaft. Die meisten von ihnen kehrten erst im Frühjahr 1920 in die Heimat zurück – in ein Deutschland, das ihnen fremd vorkam. Kaiser Wilhelm II. hatte abgedankt, die erste deutsche Republik (Weimarer Republik) war ausgerufen worden.

Auf diese Menschen und ihre Erlebnisse konzentriert sich derzeit das Interesse des deutsch-japanischen Historikers Dr. Takuma Melber von der Universität Heidelberg. Der 35-Jährige hat in Mainz studiert und gilt als anerkannter Experte für japanische Geschichte im Zeitalter der Weltkriege. In seinem aktuellen Forschungsprojekt befasst er sich mit der Repatriierung deutscher Soldaten nach ihrer Heimkehr aus Fernost am Ende des Ersten Weltkriegs.

„Wir wissen noch vergleichsweise wenig über das Leben deutscher Soldaten in japanischen Kriegsgefangenenlagern“, sagt Melber. „Noch weniger wurde der Aspekt beachtet, dass für diese Soldaten mit der deutschen Kapitulation 1918 der Krieg mitnichten beendet war. Während auf der Pariser Friedenskonferenz Kriegssieger und -verlierer miteinander verhandelten, warteten diese Soldaten auf ihre Rückführung aus den japanischen Lagern. Sie blickten dabei in eine ungewisse Zukunft.“

Hundert Jahre nach Kriegsende leben noch Enkelkinder deutscher Soldaten, die in Fernost in japanische Kriegsgefangenschaft geraten sind. Manche von ihnen haben möglicherweise Nachlässe ihrer Großväteraufbewahrt. „Vielleicht bietet sich jetzt, hundert Jahre nach Kriegsende, die letzte Chance, um anSelbstzeugnisse der ‚Tsingtauer‘ zu gelangen“, hofft Melber.

Auch zahlreiche Soldaten aus dem heutigen Einzugsgebiet der VRM gerieten damals in japanische Gefangenschaft. Einer von ihnen war Karl Merck aus der gleichnamigen Darmstädter Industriellenfamilie. Er war im Gefangenenlager Kurume auf der japanischen Insel Kyushu untergebracht, von wo er erst 1920 nach Darmstadt zurückkehrte und wieder Teil der Geschäftsleitung des damals schon weltbekannten Pharma- und Chemiekonzerns Merck wurde.

Jeder noch so kleine Nachweis hilft uns weiter“. Melbers Bitte: „Wer im Besitz von Nachlässen, Tagebüchern, Fotos, Feldpost oder Ähnlichem ist, möge sich bitte mit ihm in Verbindung setzen (siehe Kasten). „Jeder nochso klein erscheinende Nachweis hilft uns weiter.“ Es werde auch über ein wissenschaftliches Digitalisierungsprojekt nachgedacht, um das Andenken an die deutschen „Tsingtauer“ der Nachwelt zu erhalten.

Siehe Link: https://www.allgemeine-zeitung.de/politik/rheinland-pfalz/tsingtau-1914-historiker-sucht-zeugnisse- von-zeitzeugen_19141017#

KONTAKT

Hinweise bitte per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder postalisch an Dr. Takuma Melber, Heidelberg Centre for Transcultural Studies, Universität Heidelberg, Voßstr. 2,
Gebäude 4400, 69115 Heidelberg.

Im goldenen Herbst in den Nationalpark Nationalpark - Veranstaltungen im November

Die letzten bunten Blätter fallen geräuschlos auf den Waldboden. Der Morgennebel steigt auf und die Menschen genießen die goldene Herbstsonne im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Der Nationalpark lockt auch im November mit abwechslungsreichen und herbstlichen Angeboten in die Natur. Nationalparktouren im Winter 2018. Auch diesen Winter können Gäste unsere Ranger wieder auf einer Kontroll-und Beobachtungstour im Nationalpark Hunsrück-Hochwald begleiten.
In den Wintermonaten vom 01.November bis zum 31. Dezember 2018 werden freitags und sonntags um 14.00 Uhr an verschiedenen Orten im Nationalpark Hunsrück-Hochwald Rangertouren angeboten. An den Samstagen ergänzen Angebote von zertifizierten Nationalparkführern das Programm. So bietet der Nationalpark Hunsrück-Hochwald den Gästen am gesamten Wochenende abwechslungsreiche, geführte Touren in den Urwald von morgen an.

Die Rangertouren starten immer um 14:00 Uhr an den genannten Treffpunkten.Freitags 14:00 Uhr Gipfeltour (ganzjährig)
Treffpunkt ist am Rangertreff Hunsrückhaus am Erbeskopf
Sonntags 14:00 Uhr Keltentour (ganzjährig)

Treffpunkt ist am Rangertreff Keltenpark Otzenhausen

Sonntags 14:00 Uhr Felsentour (ganzjährig)

Treffpunkt ist am Rangertreff Wildenburg vor dem Wildfreigehege
Die Teilnahme an der Rangertour ist kostenlos. Buchung oder Anmeldung sind nicht möglich.

Erlebnistouren:
An jedem zweiten Samstag ergänzen spezielle Thementouren von zertifizierten Nationalparkführern das Touren-Programm des Nationalparks.

Samstag, 03.11.2018, 14:00 Uhr | Erlebnistour mit Nationalparkführer
„Auf den Spuren des Schinderhannes durch den NLP“
Schinderhannes war ein Räuberhauptmann, der von den einen als Räuber und von den anderen als Robin Hood bezeichnet wird. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild und gehen Sie mit auf eine Wanderung durch die Zeit der Räuber von vor 200 Jahren hier im Hunrück. Begutachten Sie das

beliebte Räuberversteck im Wald des Nationalparks.

Treffpunkt: Parkplatz Wildfreigehege Wildenburg, Kempfeld.Kosten: 10 € (Kinder unter 14 Jahren kostenlos),Wegstrecke: leicht ca. 6 km, für Familien mit
Kindern, Erwachsene geeignet.

Samstag, 17.11.2018, 14:00 Uhr | Erlebnistour mit Nationalparkführer
„Wildnis-Tour“
Der Nationalpark bietet viele urwaldähnliche Ecken. Lernen Sie den Urwald des Hunsrücks von heute und morgen kennen uns schauen Sie sich die Rosselhalden genau an. Zu atemberaubenden Blicken, entdecken Sie auch die ein oder andere Spur der Kelten.
Treffpunkt: „kleine Gartenwirtschaft“ Katzenloch, Kempfeld.
Kosten: 10 € (Kinder unter 14 Jahren kostenlos), Wegstrecke: schwer ca. 10 km, für Familien mitKindern ab 16 Jahren sowie Fotografen und Naturfreunde geeignet.

Donnerstag, 22.11.2018 | Kirche im Nationalpark
„St.Jakobus trifft Nationalpark“
Pilgerwanderung von der katholischen Pfarrkirche St.Jakobus in Birkenfeld zur St.Josefs Kapelle, der Nationalparkkirche in Muhl. Informationen und Anmeldung Büro Dekanat Birkenfeld.
Kosten: 5 € p. P. einschließlich Rücktransport, Kinder und Jugendliche frei. Info/Anmeldung: Dekanat Birkenfeld, 06781/567990, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bei den Erlebnistouren ist eine Anmeldung erforderlich. Der Teilnahmebeitrag je Tour beträgt 10,- € pro Person (Kinder bis 14 Jahre sind kostenfrei). Anmeldungen können per Mail über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit Angabe des gewünschten Termins in der Betreffzeile erfolgen, alternativ telefonisch unter 06782 8780-0. Die Anmeldefrist endet freitags 11.00 Uhr vor der Veranstaltung. Weitere Infos über www.nationalpark-hunrueck-hochwald.de

Alle Angebote und Veranstaltungen finden Sie Im Internet unter www.nationalpark-hunsrueckhochwald.de